Was ist Faszientherapie?

Faszien bilden die Grundlage der Vitalität und Mobilität des gesamten Körpers. Sie umhüllen und tragen die Organe, alle Muskeln und das gesamte Gefäß- und Nervensystem. 
Faszien verbinden alle Einzelteile des Organismus zu einer funktionierenden Einheit und koordinieren alle Funktionen untereinander.

Die integrative Faszientherapie ist eine ganzheitliche, moderne und evidenz-basierte Behandlungsmethode, die sich an der Anatomie, Physiologie und Morphologie des gesamten menschlichen Fasziensystems orientiert. Die Behandlung erfolgt befundorientiert und führt unmittelbar zu einer spürbaren Veränderung der faszialen Spannungen. Das Ergebnis kann sofort evaluiert werden, dies gibt eine klare Vorgabe für den Therapieverlauf. Beschwerdebilder und Schmerzsyndrome werden einem der vier faszialen Grundsystemen zugeordnet: somatisch, viszeral, neurogen und vegetativ.  Das, was früher als Einzelstrukturen und „Füllmaterial“ angesehen wurden, wird heute als ein den ganzen Körper durchziehendes, verbindendes Netzwerk verstanden. 
Eine Vielzahl von lebenswichtigen Funktionen sind in den Faszien begründet: 

  • Zirkulation und Versorgung
  • Stütze und Bewegung
  • Immun- und Abwehrfunktion
  • Wahrnehmung (außen und innen) 
  • Wundheilung 
  • und vieles mehr...

               

Die somatische Faszientherapie behandelt die Faszien des Bewegungsapparates: Muskel- und Gelenkfaszien, Gleitsysteme und Verankerungspunkte der Faszien sowie die daraus gebildeten Bewegungslinien und myofaszialen Ketten.

 

Die viszerale Faszientherapie setzt sich mit den Faszien der inneren Organe auseinander, mit deren vitalen Hüllen, den Aufhängungen und Anheftungen an der Leibeshöhle sowie deren Verbindungen zum Bewegungsapparat. 


Die neurogene Faszientherapie hat die Gleithüllen der Nerven als Zielgebiet und zwar sowohl des zentralen/peripheren als auch des somatisch/vegetativen Nervensystems. 
Es verbindet die nervale Steuerung des Bewegungsapparates mit den Funktionen der Organe.